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A
- Abfallsatzung
- Kommunale Satzung, die Abfallentsorgung, Tonnen und Gebühren vor Ort regelt.
- Abstandsfläche
- Vorgeschriebener Mindestabstand eines Gebäudes zur Grundstücksgrenze und zum Nachbargebäude.
- Amtsblatt
- Offizielles Veröffentlichungsorgan einer Kommune für amtliche Bekanntmachungen.
- Anliegerbeitrag
- Kostenbeteiligung der Anwohner an bestimmten kommunalen Maßnahmen, etwa dem Straßenausbau.
- Ausschuss
- Kleineres Gremium des Rates zur Vorbereitung von Beschlüssen zu Fachthemen.
B
- Balkonkraftwerk
- Steckerfertige Mini-Solaranlage für Balkon oder Terrasse zur eigenen Stromerzeugung.
- Bauamt
- Kommunale Stelle, die Bauanträge prüft und für Baurecht vor Ort zuständig ist.
- Baugenehmigung
- Behördliche Erlaubnis, ein Bauvorhaben wie geplant durchzuführen.
- Baulast
- Öffentlich-rechtliche Verpflichtung, die auf einem Grundstück lastet und im Baulastenverzeichnis eingetragen ist.
- Bauleitplanung
- Planung der Gemeinde zur Steuerung der baulichen Nutzung von Flächen (Flächennutzungs- und Bebauungsplan).
- Bauvoranfrage
- Antrag, mit dem vorab geklärt wird, ob ein Bauvorhaben grundsätzlich genehmigungsfähig ist.
- Bauvorlageberechtigung
- Berechtigung, einen Bauantrag einzureichen; sie liegt meist bei Architekten oder Bauingenieuren.
- Bebauungsplan
- Verbindlicher Bauleitplan, der festlegt, wie Grundstücke bebaut werden dürfen.
- Beschlussvorlage
- Von der Verwaltung erarbeitete Entscheidungsgrundlage für Rat und Ausschüsse.
- Bestandskraft
- Zustand, in dem ein Bescheid nach Ablauf der Frist nicht mehr angefochten werden kann.
- Betriebskosten
- Laufende Kosten eines Grundstücks, die ein Vermieter teils auf Mieter umlegen darf, etwa die Grundsteuer.
- Bewohnerparkzone
- Ausgewiesenes Gebiet, in dem Anwohner mit Parkausweis bevorrechtigt parken dürfen.
- Bildung und Teilhabe
- Leistungen für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen, etwa für Mittagessen, Ausflüge und Vereinsbeiträge.
- Bodenrichtwert
- Durchschnittlicher Lagewert des Bodens je Quadratmeter, amtlich ermittelt.
- Bodenrichtwertkarte
- Öffentlich einsehbare Karte mit den Bodenrichtwerten einer Region.
- BundID
- Zentrales Bundeskonto, mit dem Bürger sich online bei Verwaltungsdiensten anmelden können.
- Bußgeldbescheid
- Förmlicher Bescheid über ein Bußgeld; Einspruch ist binnen zwei Wochen möglich.
- Bürgerbegehren
- Antrag der Bürger, über eine kommunale Angelegenheit selbst abzustimmen.
- Bürgerbüro
- Zentrale Anlaufstelle der Gemeinde für Meldeangelegenheiten, Ausweise und viele Bürgerdienste.
- Bürgerentscheid
- Verbindliche Abstimmung der Bürger über eine kommunale Frage.
- Bürgerhaushalt
- Beteiligungsverfahren, bei dem Bürger Vorschläge zur Verwendung kommunaler Mittel machen.
- Bürgermeister
- An der Spitze der Gemeindeverwaltung stehende, meist direkt gewählte Person.
- Bürgerstiftung
- Von Bürgern getragene Stiftung, die Projekte in der eigenen Stadt oder Region fördert.
C
- Cell Broadcast
- Warnsystem, das Warnmeldungen direkt an alle Handys in einer Funkzelle sendet.
D
- Daseinsvorsorge
- Bereitstellung grundlegender Leistungen für die Bevölkerung wie Wasser, ÖPNV und Müllabfuhr.
- Denkmalliste
- Amtliches Verzeichnis der geschützten Denkmäler eines Landes.
- Denkmalschutz
- Rechtlicher Schutz von Bauwerken mit besonderer Bedeutung; er bringt für Eigentümer Pflichten und teils Förderungen mit sich.
- Deutschlandticket
- Bundesweit gültiges Monatsabo für den gesamten öffentlichen Nahverkehr.
E
- Ehrenamtskarte
- Karte mit Vergünstigungen als Anerkennung für langjähriges freiwilliges Engagement.
- Ehrenamtspauschale
- Steuerfreier Betrag für ehrenamtliche Tätigkeiten im Verein jenseits der Übungsleitertätigkeit.
- Eingetragener Verein
- Im Vereinsregister eingetragener Verein (e. V.) mit eigener Rechtspersönlichkeit.
- Einheitswert
- Früher zur Grundsteuerberechnung genutzter Wert, seit der Reform durch den Grundsteuerwert ersetzt.
- Einspruch
- Förmlicher Rechtsbehelf gegen einen Bescheid, meist innerhalb eines Monats einzulegen.
- Einwohnerantrag
- Antrag von Einwohnern, dass sich der Rat mit einem bestimmten Thema befasst.
- Einwohnerfragestunde
- Teil öffentlicher Ratssitzungen, in dem Bürger Fragen an Rat und Verwaltung stellen können.
- Einwohnermeldeamt
- Ältere Bezeichnung für die Meldebehörde, heute meist Bürgeramt oder Bürgerbüro genannt.
- Elementarschadenversicherung
- Zusatzversicherung gegen Naturschäden wie Überschwemmung und Starkregen.
- Entlastungsbetrag
- Monatlicher Betrag der Pflegekasse für Alltagshilfen, einsetzbar auch bei anerkannter Nachbarschaftshilfe.
- Erschließung
- Herstellung der Voraussetzungen zur Bebauung wie Straße, Kanal und Versorgung.
- Erschließungsbeitrag
- Kostenbeteiligung der Grundstückseigentümer an der erstmaligen Erschließung.
- Erweitertes Führungszeugnis
- Führungszeugnis mit zusätzlichen Einträgen, nötig für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
F
- Flächennutzungsplan
- Vorbereitender Bauleitplan, der die geplante Flächennutzung im gesamten Gemeindegebiet darstellt.
- Fraktion
- Zusammenschluss von Ratsmitgliedern derselben Partei oder Wählergruppe im Gemeinderat.
- Freiwillige Feuerwehr
- Von Ehrenamtlichen getragene Feuerwehr; Pflichtaufgabe jeder Gemeinde.
- Freiwillige Leistungen
- Kommunale Angebote ohne gesetzliche Pflicht, etwa Bäder oder Kulturförderung; bei Sparzwang zuerst betroffen.
- Freiwilligenagentur
- Lokale Vermittlungsstelle, die Engagierte und Organisationen zusammenbringt.
- Führungszeugnis
- Amtliche Bescheinigung über im Bundeszentralregister eingetragene Vorstrafen, beantragbar im Bürgeramt.
G
- Gebäudeenergiegesetz
- Bundesgesetz mit Anforderungen an Heizung und Energieeffizienz von Gebäuden, kurz GEG.
- Gemeindeordnung
- Landesgesetz, das Aufbau, Aufgaben und Organe der Gemeinden regelt.
- Gemeinderat
- Gewählte Vertretung der Bürger in einer Gemeinde; beschließt kommunale Angelegenheiten.
- Gemeinnützigkeit
- Steuerlicher Status für Organisationen, die selbstlos das Gemeinwohl fördern.
- Gestaltungssatzung
- Kommunale Satzung mit Vorgaben zum äußeren Erscheinungsbild von Gebäuden.
- Gewerbesteuer
- Kommunale Steuer auf den Ertrag von Gewerbebetrieben.
- Grundbuch
- Öffentliches Register, in dem Eigentum und Rechte an Grundstücken verzeichnet sind.
- Grunderwerbsteuer
- Einmalige Steuer beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie; nicht zu verwechseln mit der Grundsteuer.
- Grundsicherung im Alter
- Sozialleistung für ältere Menschen, deren Rente nicht zum Lebensunterhalt reicht.
- Grundsteuer
- Jährliche Steuer auf Grundbesitz, die Städte und Gemeinden erheben.
- Grundsteuer A
- Grundsteuer auf land- und forstwirtschaftliche Betriebe.
- Grundsteuer B
- Grundsteuer auf bebaute und bebaubare Grundstücke.
- Grundsteuer C
- Erhöhte Grundsteuer, die Gemeinden auf unbebaute, baureife Grundstücke erheben können.
- Grundsteuermessbetrag
- Zwischenergebnis der Grundsteuerberechnung: Grundsteuerwert mal Steuermesszahl.
- Grundsteuerwert
- Vom Finanzamt festgestellter Wert eines Grundstücks, Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer.
- Gutachterausschuss
- Unabhängiges Gremium, das Grundstückswerte und Bodenrichtwerte aus tatsächlichen Verkäufen ermittelt.
H
- Haushaltssatzung
- Vom Gemeinderat beschlossene Satzung, die den jährlichen Haushalt der Kommune festlegt.
- Haushaltssicherungskonzept
- Sparplan, den überschuldete Kommunen aufstellen müssen und die Aufsicht genehmigt.
- Hebesatz
- Von der Gemeinde festgelegter Prozentsatz, mit dem die Grund- und Gewerbesteuer berechnet werden.
- Hundesteuer
- Kommunale Steuer für das Halten eines Hundes.
- Hundesteuersatzung
- Kommunale Satzung, die Höhe, Anmeldung und Befreiung bei der Hundesteuer regelt.
I
- Inobhutnahme
- Vorübergehende Schutzmaßnahme des Jugendamts für Kinder in akuter Gefahr.
J
- Jugendamt
- Behörde von Kreis oder Stadt für Kinderbetreuung, Familienunterstützung und Kinderschutz.
K
- Katastrophenschutz
- Organisation von Kreis und Land zur Bewältigung großer Schadenslagen.
- Kommunalabgaben
- Sammelbegriff für Steuern, Gebühren und Beiträge, die eine Kommune erhebt.
- Kommunalaufsicht
- Staatliche Aufsicht über die Gesetzmäßigkeit des kommunalen Handelns.
- Kommunale Selbstverwaltung
- Im Grundgesetz garantiertes Recht der Gemeinden, ihre örtlichen Angelegenheiten eigenverantwortlich zu regeln.
- Kommunale Wärmeplanung
- Kommunale Planung, wie Gebäude vor Ort künftig klimafreundlich beheizt werden.
- Kommunaler Finanzausgleich
- Zuweisungen des Landes an die Kommunen zum Ausgleich unterschiedlicher Finanzkraft.
- Kommunaler Ordnungsdienst
- Uniformierter Außendienst des Ordnungsamts ohne Polizeibefugnisse.
- Konzessionsabgabe
- Entgelt, das Versorgungsunternehmen für die Nutzung öffentlicher Wege an die Kommune zahlen.
- Kostendeckungsprinzip
- Grundsatz, dass kommunale Gebühren nur die Kosten der Leistung decken dürfen, keine Gewinne.
- Kreisfreie Stadt
- Stadt, die keinem Landkreis angehört und dessen Aufgaben selbst erledigt.
- Kreistag
- Gewählte Vertretung auf Ebene des Landkreises.
- Kreisumlage
- Abgabe der Gemeinden an den Landkreis zur Finanzierung von dessen Aufgaben.
- Kumulieren
- Bei Kommunalwahlen möglich: einem Kandidaten mehrere Stimmen geben.
- Kämmerei
- Finanzabteilung einer Kommune, zuständig für Haushalt und Finanzen.
L
- Landesbauordnung
- Baurecht des jeweiligen Bundeslandes; regelt unter anderem, welche Vorhaben genehmigungsfrei sind.
- Landrat
- Leitung der Kreisverwaltung und Vorsitz im Kreistag.
- Listenhund
- Als gefährlich eingestufte Hunderasse, für die viele Kommunen erhöhte Hundesteuer verlangen.
- Lärmschutzsatzung
- Kommunale Satzung mit örtlichen Ruhezeiten und Lärmregeln.
M
- Meldebehörde
- Amt, bei dem man seinen Wohnsitz an-, ab- oder ummeldet; oft Teil des Bürgerbüros.
- Meldebescheinigung
- Amtlicher Nachweis über den gemeldeten Wohnsitz, ausgestellt von der Meldebehörde.
- Meldepflicht
- Gesetzliche Pflicht, den Wohnsitz bei der Meldebehörde an- oder umzumelden.
- Mängelmelder
- Online-Portal oder App der Kommune zum Melden von Schäden und Missständen im öffentlichen Raum.
N
- Nebenkostenabrechnung
- Jährliche Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten zwischen Vermieter und Mieter.
- Niederschlagswassergebühr
- Abwassergebühr für Regenwasser, bemessen nach der versiegelten Grundstücksfläche.
- Nutzungsänderung
- Genehmigungspflichtige Änderung der Nutzung eines Gebäudes, etwa von Gewerbe zu Wohnen.
O
- Oberbürgermeister
- Direkt gewähltes Stadtoberhaupt in größeren Städten, Chef der Stadtverwaltung.
- Ordnungsamt
- Kommunale Behörde für öffentliche Sicherheit und Ordnung, zuständig zum Beispiel für Bußgelder und Gewerbe.
- Ordnungswidrigkeit
- Gesetzesverstoß unterhalb der Straftat, der mit Verwarnungs- oder Bußgeld geahndet wird.
P
- Panaschieren
- Bei Kommunalwahlen möglich: Stimmen über verschiedene Listen hinweg verteilen.
- Pflegestützpunkt
- Kostenlose, neutrale Beratungsstelle von Pflegekassen und Kommune zu allen Pflegefragen.
Q
- Quartiersmanagement
- Kommunales Programm zur Entwicklung und Stärkung einzelner Stadtviertel.
- Quorum
- Mindestzahl an Stimmen oder Unterschriften, damit ein Begehren oder Entscheid gültig ist.
R
- Ratsinformationssystem
- Online-Portal der Kommune mit Tagesordnungen, Vorlagen und Beschlüssen der Gremien.
- Rechtsbehelfsbelehrung
- Hinweis am Ende eines Bescheids, wie und in welcher Frist man Einspruch oder Widerspruch einlegen kann.
- Rückstauklappe
- Bauteil in der Abwasserleitung, das bei Starkregen das Zurückdrücken von Wasser ins Haus verhindert.
S
- Satzung
- Von einer Kommune erlassene, ortsrechtlich verbindliche Regelung.
- Schulbezirk
- Einzugsgebiet einer Grundschule; maßgeblich dafür, welche Schule zuständig ist.
- Schulträger
- Kommune, die für Gebäude, Ausstattung und Verwaltung einer Schule verantwortlich ist.
- Seniorenbeirat
- Gewählte oder berufene Interessenvertretung älterer Menschen gegenüber Rat und Verwaltung.
- Sozialamt
- Kommunale Behörde für Sozialleistungen und Beratung in finanziellen Notlagen.
- Stadtrat
- Gewählte Vertretung der Bürger in einer Stadt, entspricht dem Gemeinderat.
- Standesamt
- Amt für Personenstandsangelegenheiten wie Geburt, Eheschließung und Sterbefälle.
- Steuermesszahl
- Gesetzlich festgelegter Faktor, mit dem der Grundsteuerwert zum Messbetrag umgerechnet wird.
- Straßenausbaubeitrag
- Beitrag der Anlieger zum Ausbau oder zur Erneuerung einer Straße; in einigen Bundesländern abgeschafft.
- Straßenverkehrsbehörde
- Behörde, die über Verkehrsregelungen wie Tempolimits, Parkzonen und Beschilderung entscheidet.
U
- Umlage
- Finanzbeitrag, den eine Körperschaft von einer anderen erhebt, zum Beispiel die Kreisumlage.
- Untere Denkmalschutzbehörde
- Bei Kreis oder Stadt angesiedelte Behörde für Genehmigungen und Beratung rund um Denkmäler.
- Unterhaltsvorschuss
- Staatliche Leistung für Alleinerziehende, wenn der andere Elternteil keinen Unterhalt zahlt.
V
- Verkehrsverbund
- Zusammenschluss von Kommunen und Verkehrsunternehmen mit gemeinsamem Tarif für Bus und Bahn.
- Verkehrswert
- Der am Markt erzielbare Wert eines Grundstücks oder einer Immobilie zu einem bestimmten Zeitpunkt.
- Verordnung
- Rechtsvorschrift der Verwaltung auf Grundlage eines Gesetzes.
- Verwarnungsgeld
- Geringes Geld bei kleinen Verstößen; mit Zahlung ist das Verfahren beendet.
- Vorläufiger Reisepass
- Sofort ausgestellter Passersatz für Notfälle, nicht von allen Ländern anerkannt.
W
- Wertstoffhof
- Kommunale Sammelstelle für Abfälle, die nicht in die Haustonnen gehören, etwa Elektrogeräte oder Sperrmüll.
- Widerspruch
- Rechtsbehelf gegen einen Verwaltungsakt, etwa gegen einen Bescheid der Gemeinde.
- Wohngeld
- Staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten für Haushalte mit geringem Einkommen.
- Wohnungsgeberbestätigung
- Bescheinigung des Vermieters, die man beim Ummelden vorlegen muss.
- Wärmenetz
- Leitungsnetz, das mehrere Gebäude zentral mit Heizwärme versorgt, auch Fernwärme genannt.
Ü
- Übungsleiterpauschale
- Steuerfreier Betrag für nebenberufliche Tätigkeit als Trainer, Ausbilder oder Betreuer.