Neben Behördengängen bieten Kommunen ihren Bürgerinnen und Bürgern auch zahlreiche Freizeit- und Bildungsangebote – oft günstiger, als viele erwarten. Wir zeigen, was Städte und Gemeinden typischerweise anbieten und wie Sie diese Angebote nutzen.
Zusammenfassung
- 📚 Büchereiausweise kosten für Kinder meist nichts, für Erwachsene oft nur rund 10 Euro im Jahr
- 🏊 Schwimmbäder und Freibäder bieten meist günstige Saison- und Familienkarten
- 🎓 Volkshochschulen bieten preiswerte Kurse von Sprachen bis Gesundheit, oft mit Ermäßigung
- 💰 Wer Sozialleistungen bezieht, erhält bei vielen Angeboten zusätzliche Ermäßigungen
Stadt- und Gemeindebüchereien
Fast jede Kommune betreibt eine eigene Bücherei oder Bibliothek, in der Sie Bücher, Zeitschriften, Hörbücher, Filme und teils auch Gesellschafts- oder Konsolenspiele ausleihen können. Viele Büchereien bieten zusätzlich digitale Angebote wie E-Books, E-Audio oder Streaming-Zugänge über eine eigene App an. Ein Büchereiausweis kostet für Kinder und Jugendliche meist nichts, für Erwachsene liegt die Jahresgebühr in vielen Kommunen bei rund 10 Euro, mit ermäßigten Tarifen etwa für Auszubildende oder Menschen mit Schwerbehinderung. Zur Anmeldung benötigen Sie meist nur einen gültigen Personalausweis mit aktueller Meldeadresse; die genauen Gebühren und Konditionen legt jede Kommune selbst fest, sodass ein Blick auf die Website Ihrer örtlichen Bücherei sich lohnt.
Schwimmbäder und Freibäder
Viele Städte und Gemeinden betreiben eigene Hallen- und Freibäder, deren Eintrittspreise deutlich unter denen privater Anbieter liegen. Neben Einzeleintritten bieten die meisten Bäder günstigere Mehrfachkarten („Zehnerkarten“), Saisonkarten für die Freibadsaison sowie Familienkarten an. Kinder, Schüler, Studierende, Rentner und Menschen mit Schwerbehinderung zahlen häufig einen ermäßigten Eintritt. Auch Schwimmkurse für Kinder werden oft direkt vom kommunalen Bad oder in Kooperation mit ortsansässigen Schwimmvereinen angeboten.
Volkshochschulen (VHS)
Die Volkshochschule ist die kommunale Weiterbildungseinrichtung schlechthin: Sie bietet meist ein breites Kursangebot von Sprachen über EDV und Gesundheit bis hin zu Kunst, Musik und beruflicher Weiterbildung – häufig auch Deutsch- und Integrationskurse. Die Kursgebühren sind in der Regel deutlich niedriger als bei privaten Anbietern, da Kommunen und Länder die VHS bezuschussen. Wer Bürgergeld, Wohngeld oder vergleichbare Leistungen bezieht, erhält bei vielen Volkshochschulen zusätzliche Ermäßigungen oder kann einen Bildungsgutschein nutzen – fragen Sie direkt bei der VHS-Anmeldung danach.
Weitere kommunale Freizeitangebote
Darüber hinaus betreiben viele Kommunen Musikschulen mit vergleichsweise günstigem Instrumentalunterricht für Kinder und Erwachsene, Jugendzentren mit offenen Freizeitangeboten, sowie öffentliche Sportanlagen und Bolzplätze, die kostenlos oder gegen geringe Gebühr genutzt werden können. Auch kulturelle Veranstaltungen wie Stadtfeste, Konzerte in kommunalen Kultureinrichtungen oder Ausstellungen in städtischen Museen sind oft günstiger oder an bestimmten Tagen sogar kostenfrei zugänglich. Eine gute erste Anlaufstelle für eine Übersicht ist meist die Website Ihrer Gemeinde unter den Rubriken „Freizeit“, „Kultur“ oder „Familie“.
Angebote speziell für Kinder in den Schulferien finden Sie in unserem Beitrag zur Ferienbetreuung.
Häufige Fragen
Kostet ein Büchereiausweis für Kinder auch etwas?
In den meisten Kommunen ist der Büchereiausweis für Kinder und Jugendliche kostenlos. Erwachsene zahlen meist eine kleine Jahresgebühr, die je nach Gemeinde unterschiedlich hoch ausfällt.
Gibt es Ermäßigungen bei kommunalen Freizeitangeboten?
Ja, viele Angebote wie Schwimmbäder, Volkshochschulen und Musikschulen bieten ermäßigte Tarife für Kinder, Schüler, Studierende, Rentner, Menschen mit Schwerbehinderung sowie oft auch für Empfänger von Sozialleistungen.
Wo finde ich eine Übersicht über alle Freizeitangebote meiner Gemeinde?
Meist auf der Website Ihrer Stadt oder Gemeinde unter Rubriken wie „Freizeit“, „Kultur“ oder „Familie“. Im Zweifel hilft auch eine Nachfrage im Rathaus oder Bürgerbüro weiter.