Der Bürgermeister ist das bekannteste Gesicht der Kommune – doch was macht er eigentlich den ganzen Tag? Seine Rolle ist doppelt: Chef der Verwaltung und politischer Repräsentant der Gemeinde.
Zusammenfassung
- 🏛️ Chef der Verwaltung und Repräsentant der Gemeinde
- 🗳️ In fast allen Ländern direkt gewählt, meist 5–8 Jahre
- ⚖️ Der Rat beschließt, der Bürgermeister führt aus
- 🏢 Laufende Geschäfte entscheidet er selbst
Chef der Verwaltung
Der Bürgermeister leitet die Gemeindeverwaltung mit ihren Ämtern und Mitarbeitern. Er bereitet die Beschlüsse des Gemeinderats vor und setzt sie um, führt die laufenden Geschäfte und vertritt die Gemeinde nach außen – etwa bei Verträgen oder gegenüber anderen Behörden.
Gewählt von den Bürgern
In fast allen Bundesländern wird der Bürgermeister direkt von den Bürgern gewählt, meist für fünf bis acht Jahre. In größeren Städten trägt er den Titel Oberbürgermeister. Hauptamtliche Bürgermeister üben das Amt als Beruf aus; in kleinen Gemeinden gibt es auch ehrenamtliche Bürgermeister.
Zusammenspiel mit dem Rat
Die großen Linien beschließt der Gemeinderat – der Bürgermeister führt aus und entscheidet die Geschäfte der laufenden Verwaltung in eigener Zuständigkeit. Je nach Bundesland leitet er zudem die Ratssitzungen und hat Stimmrecht. Dieses Zusammenspiel aus gewähltem Rat und gewähltem Bürgermeister prägt die Kommunalverfassung.
Mehr zum Rat: Gemeinderat und Stadtrat. Überblick: Wie die Gemeinde regiert wird.
Häufige Fragen
Wie lange ist ein Bürgermeister im Amt?
Je nach Bundesland meist fünf bis acht Jahre – direkt von den Bürgern gewählt.
Was ist der Unterschied zwischen Bürgermeister und Oberbürgermeister?
In größeren Städten trägt das direkt gewählte Stadtoberhaupt den Titel Oberbürgermeister.
Wer hat mehr Macht – Rat oder Bürgermeister?
Die großen Linien beschließt der Rat; der Bürgermeister führt aus und entscheidet die laufende Verwaltung in eigener Zuständigkeit.